Verkehrsführung Kennedybrücke weckt erste Begehrlichkeiten

26 05 2011
Die beidseitigen Zweirichtungsradwege auf der Kennedybrücke waren von Anfang an sehr umstritten. Auch ich bin darüber alles andere als begeistert.

Zum einen wurde mit Genehmigung der Bezirksregierung von der Baurichtlinien abgewichen und die Radwege nur knapp über dem Mindestmaß von 2m gebaut. Begegnungsverkehr auf der Brücke ist deshalb nicht unproblematisch. Der Querschnitt ist eigentlich nur für sporadische Begegnungsfälle ausgelegt.

Problematisch wird es aber vor allem an den Brückenköpfen und den darauffolgenden Einmündung. Wie allgemein bekannt ist, sind Radfahrer auf linksseitigen Radwegen an Einmündungen einer erheblichen Gefährdung ausgesetzt. Besonders kritisch erschien daher im Vorfeld der Radweg auf der Südseite der Brücke. Vom Beueler Brückenforum bis zur Bonner Friedrichstraße.

Ich muß allerdings eingestehen, dass die Verwaltung der Stadt Bonn hier diesmal ihre Hausaufgaben gemacht hat. Über die Einmündung "Belderberg" wird der Radweg signalgesichert geführt, auch der Rechtsabbieger ist hier signalgesichert. Problematischer gestaltete sich schon die Einmündung "am Boeselagerhof". Abbiegen ist hier eh nur nach rechts auf die Kennedybrücke zulässig, wegen dem Bahnkörper in Mittellage. Das führt natürlich dazu, dass noch mehr als üblich nur "nach links" gesehen wird und der Verkehr von rechts erstmal aus dem Sinn ist.

Größere Kartenansicht
(Anm.: Die eingebette Sat-Ansicht dient nur zur Orientierung, die Einmündungen und Markierungen wurden mittlerweile etwas umgestaltet. )

Die Verwaltung hat daher wohl in Höhe der Oper ein Durchfahrtsverbot in Höhe der Oper eingerichtet, dass es nur dem Radverkehr erlaubt an der Einmündung "am Boeselagerhof" rechts auf die Kennedybrücke abzubiegen. Da Radfahrer die Radfuhrt beim Abbiegen auf die Brücke in der Regel nicht queren, ist so schonmal eine Gefahrenquelle entschärft.

Das macht mich immernoch nicht zum Fan linksseitiger Radwege, aber immerhin ist hier einmal nachgedacht worden, wie man die Einmündungen sicherer gestalten kann. Ich hatte allerdings die Befürchtung, dass diese Verkehrsführung nicht sehr lange unkritisiert bleibt. Und so fragt der Bürgerbund Bonn auch bereits an, wie man es einrichten könne, dass Kfz künftig wieder vom "Boeselagerhof" rechts auf die Brücke abbiegen können. Bleibt nur zu hoffen, dass die Verwaltung jetzt auch in ihrer Stellungnahme an die Bezirksvertretung den Mumm hat diese Verkehrsführung und den Zusammenhang mit der Radverkehrsführung der Lokalpolitik zu erklären!

Denn dürfen dort erstmal wieder Kfz durch, ist der nächste Unfall schon programmiert. Besonders, weil der von der Brücke kommende Radweg an dieser Stelle auch noch um die Einfahrt der Operntiefgarage verschwenkt wird.


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